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Archive for the 'Pokerspieler' Category

Poker Hall of Fame 2010 – die Nominierten

Bis zum 31. August hatte alle Welt die Möglichkeit, die Nominierten für den Poker Hall of Fame 2010 auszuwählen und für diese zu stimmen. Nun wurden die zehn meistgewähltesten Pokerprofis ermittelt und bekannt gegeben: Chris Ferguson, Barry Greenstein, Jennifer Harman, Dan Harrington, Phil Ivey, Linda Johnson, Tom McEvoy, Daniel Negreanu, Scotty Nguyen und Erik Seidel sind demnach die Anwärter auf die Auszeichnung. Entschieden ist mit dieser Wahl jedoch prinzipiell noch gar nichts. Zunächst wird eine 16 Mann starke Jury aus ausgezeichneten Pokerspielern zusammen mit 17 Journalisten der Szene zusammentreten und sich ausgiebig beraten – erst dann wird die Entscheidung gefällt werden, welche beiden Nominierten in den Poker Hall of Fame eintreten werden. Das Ergebnis lässt jedoch noch etwa zwei Monate auf sich warten: Im Rahmen der WSOP “November Nine”, also dem Finale, soll das Ergebnis bekannt gegeben werden.

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Die Wahl für die Poker Hall of Fame 2010

Bis nächste Woche Dienstag steht der Pokerwelt offen, Pokerspieler aus der ganzen Welt für den Poker Hall of Fame 2010 vorzuschlagen und zu wählen. Die zehn besten Spieler gelangen dann in die Engauswahl für die Jury, zwei Nominierte erhalten dann nach Abstimmung die Auszeichnung. Zwar ist das virtuelle Wahllokal erst seit gestern eröffnet, angeblich stehen jedoch bereits jetzt mehr als 180 Spieler und Spielerinnen zur Auswahl. Die Favoriten werden sich am Ende jedoch voraussichtlich nur geringfügig von der Letztjährigen unterscheiden; Phil Ivey, Daniel Negreanu, Scotty Nguyen oder Barry Greenstein haben ihren Platz in der engeren Auswahl geradezu sicher. Für Tom Dwan dürfte es dagegen spannend werden: im vergangenen Jahr wurde dieser von dem Komitee nicht zugelassen, da er aus deren Sicht nicht zu den langfristigen erfolgreichen Spielern gehörte.

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Interview mit Moritz Kranich

Mit über 2,1 Millionen Dollar an Preisgeldern ist der Hamburger Moritz Kranich derzeit der zweiterfolgreichste deutsche Turnierpokerspieler nach Sebastian Ruthenberg. Am 16. Juli dieses Jahres konnte er – nach seinem Sieg bei der European Poker Tour im französischen Deauville 2009 – zudem den World Poker Tour Bellagio Cup VI in Las Vegas für sich entscheiden. Damit ist er der erste Deutsche überhaupt, dem das Double aus EPT- und WPT-Titel gelang. Mit pokercraft.de sprach er über seine Anfänge, Multi-Tabling, die verschiedenen Spielertypen und noch vieles mehr …


Vielleicht magst du zunächst mal erzählen, wie du überhaupt zum Pokern gekommen bist?

Angefangen hat alles 2005, als ich das erste Mal auf DSF Folgen von der „World Series Of Poker“ gesehen habe. Mein erster Gedanke war sofort: Das will ich auch lernen. Damals hab ich dann mit Spielgeld angefangen, mir auch schon mal ein Buch bestellt, bis ich 2006 schließlich das erste Geld bei einer Onlinepokerseite eingezahlt habe. Der Anfang lief noch sehr wechselhaft – ein bisschen gewonnen, ein bisschen verloren -, bis es Mitte 2006 so langsam losging. Wirklich richtig durchgestartet bin ich dann Anfang 2008.

Wie hat dein Umfeld reagiert, als du dich entschieden hast, mit Poker hauptberuflich dein Geld zu verdienen?

Das war schon ein sehr waghalsiger Schritt, es heißt in Büchern oder auf Trainingsseiten über professionelles Pokern ja immer, dass man sich auf jeden Fall ein zweites Standbein zulegen sollte. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass, wenn ich das in dem Moment nicht ausprobieren sollte, ich es für immer bereuen würde in meinem Leben. Meine Frau, damals noch Freundin, hat an mich geglaubt und mich super unterstützt. Meine Eltern fanden die ganze Situation natürlich nicht so lustig, aber nach meinen Erfolgen akzeptieren sie meine Entscheidung inzwischen komplett.

Erzähl mal, wie war das mit deinen Eltern?

Die ersten zwei, drei Monate herrschte schon sehr schlechte Stimmung bei uns in der Familie, aber irgendwann haben sie gemerkt, dass es mir Spaß bringt, dass es mich erfüllt und dass ich eben auch tatsächlich ganz gut damit verdiene. Und spätestens seit ich 2009 die EPT in Deauville gewonnen habe, stehen sie auch absolut hinter mir.

Wie sieht denn ein normaler Arbeitstag bei dir aus?

Wenn ich Online spiele, fang ich meistens so um 19 oder 20 Uhr an. Ich starte immer mehrere Turniere gleichzeitig und spiele in der Regel acht bis neun Stunden am Stück. Manchmal acht Turniere gleichzeitig, in den meisten fliegt man dann schon früh raus, gegen Ende bleiben aber, wenn’s gut läuft, so zwei, drei übrig, die ich dann hoffentlich bis zum Finaltisch weiterspiele.

Wie schaffst du es, die Action an acht Tischen gleichzeitig zu verfolgen?

Ein bisschen was von der Aufmerksamkeit geht natürlich verloren, klar. Man kann nicht acht Tische mit derselben Intensität spielen wie einen, aber ich habe eigentlich eine ganz gute Auffassungsgabe für das, was an den verschiedenen Tischen so läuft. Ich spiele an einem großen 30-zoll Monitor, hab also alle Tische gleichzeitig im Blick, man kann sich im nach hinein besondere Hände angucken, wie sie gespielt wurden und sich Notizen über seinen Gegner machen. Und wenn’s wirklich drauf ankommt, wenn ein Turnier in die Endphase geht, dann sitze ich auch meistens nicht mehr an so vielen Tischen und kann mich viel besser auf meine Gegner einstellen.

Was ist die maximale Anzahl an Tischen, die du bisher gespielt hast?

Bei Sit ‘n’ Gos, die wesentlich einfacher zu spielen sind als große Turniere, hab ich in der Vergangenheit mal bis zu 20, 22 Tische gleichzeitig gespielt, aber das ist dann ein wahnsinniges Geklicke und nach eineinhalb Stunden raucht einem auch der Kopf.

Benutzt du beim Spielen technische Hilfsmittel, die automatisch Daten über deine Gegner sammeln – Software wie Hold’Em Manager oder Pokertracker?

Nein, gar nicht. Das einzige, was ich nutze, sind die Datenbanken von Officialpokerrankings.com. Dort kann man nachschauen, für wie viel Geld sich der Gegner in der Regel einkauft, wie viel Gewinne er erzielt … Somit kann man sein Gegenüber schon mal ein bisschen kategorisieren, und meine restlichen Informationen sammle ich dann über Aufmerksamkeit im Spiel. Ich hab dass Gefühl, dass Programme wie Hold’Em Manager bei Turnieren hinderlich sein können, da Leute am Anfang eines Turniers ganz anders spielen als am Ende, und wenn man dann nur Statistiken vom Anfang des Turniers hat, kann sich da für einen gegen Ende ein völlig falsches Bild ergeben.

Dein Screenname bei Pokerstars lautet Catenaccio (Ein Spielsystem im Fußball, das streng ergebnisorientiert ausgerichtet ist, Anm. der Red.). Was sagt das über dich als Pokerspieler aus?

Vor allem bin ich großer Fußballfan, auch was Strategie und Taktik angeht. Den Namen hab ich mir damals gegeben, als die Italiener noch ziemlich guten Fußball gespielt haben, 2006 auch Weltmeister wurden. Über mein Spiel am Pokertisch sagt das aber überhaupt nichts aus.

Viele professionelle Pokerspieler besitzen so genannte Sponsorenverträge mit großen Onlinepokeranbietern. Du nicht. Warum?

Da müsste man mal die Anbieter fragen. Bislang kam einfach noch keiner auf mich zu, was aber auch daran liegen könnte, dass ich nach meinen Sieg 2009 in Deauville so ziemlich jedes mediales Interesse abgelehnt habe. Vermutlich würde es mir das Leben als Pokerspieler hier und dort schon leichter machen, auf der anderen Seite kommen dadurch auch Pflichttermine auf einen zu: Werbeveranstaltungen, Workshops. Das würde meine Freiheit, die ich genieße und mir auch sehr wichtig ist, doch deutlich einschränken. Ich bin einfach nicht der Typ, der sich vor Kameras sonderlich wohl fühlt. Grundsätzlich wäre ich bei einem entsprechenden Sponsorenangebot aber erstmal nicht abgeneigt.

Du giltst als Turnierspezialist. Was macht den größeren Reiz gegenüber Cashgames für dich aus?

Mit Cashgame bin ich nie warm geworden. In der ganzen Zeit, in der ich Poker spiele, haben mich Turniere immer mehr fasziniert. Die stetigen Veränderungen: die Blinds steigen, mein Stack verändert sich, kann größer oder kleiner werden – man muss sich permanent auf neue Situation einstellen. Auch die Stacks der Gegner oder wie sie spielen, kann sich jederzeit ändern, und dieses Gefühl, wenn nur noch an zwei, drei Tischen oder am Finaltisch gespielt wird, das ist das größte an Adrenalin und Spaß, was mir beim Poker bisher widerfahren ist.

Auf der anderen Seite kannst du sowohl live, als auch online einige Erfolge aufweisen. Wo siehst du hier die größten Unterschiede und was ist dein Geheimnis, dich beiden Situationen gut anpassen zu können?

Das weiß ich gar nicht so genau. Ich hab bisher vierzig Liveturniere gespielt und zwei davon gewonnen. Das ist eine Quote, die ich auch einfach nicht werde halten können. Um ein Turnier zu gewinnen, gehört immer auch eine Menge Glück dazu. Onlinepoker ist wesentlich mathematischer, da man überhaupt nicht sieht, ob der Gegner sich sicher fühlt oder einem irgendwelche „Körpertells“ verrät. Das ist auch schon der Hauptunterschied. Und live wird generell weniger aggressiv gespielt. Für viele Onlinespieler, die gerne bluffen und aggressiv spielen, ist es am Live-Tisch, wenn einen permanent acht Augenpaare angucken, wesentlich schwieriger, einen Bluff durchzuziehen, als wenn man einfach nur ein paar Knöpfchen drücken muss. Aber gerade Bluffen ist live sehr profitabel.

Würdest du somit sagen, dass Livepoker eigentlich das einfachere Spiel ist?

Die Gegner sind schwächer, aber das ganze Drumherum, die Konzentration und das Gefühl, die ganze Zeit beobachtet zu werden, gleicht das wieder aus. Grundsätzlich würde ich aber schon sagen: Vergleicht man ein 100-Dollar-Onlineturnier mit einen Liveturnier über 100 Dollar, ist das Onlineturnier um ein vielfaches schwieriger. Allein, weil die Gegner technisch und mathematisch wesentlich besser sind.

Beim Poker gibt es verschiedene Kategorien von Spielern. Mal etwas flapsig gefragt – was bist du: tighter Rock, looser Maniac … ?

Ein Maniac bin ich absolut nicht. Ich versuche mich immer dem Tisch anzupassen und kann schon so zwei, drei verschiedene Stile spielen. Es kann sein, dass ich an der Bubble jede Hand erhöhe, wenn ich die Chips dafür habe und ‘ne Stunde später folde ich dreißig Minuten am Stück. Aber generell spiele ich schon eher tight, und für mich persönlich passt dieser Stil auch am Besten. Ich bin privat eher der ruhige Typ. Wenn ich am Tisch jetzt die ganze Zeit den großen Max mache, nimmt mir das keiner ab. Wenn man allerdings sehr lautstark und eh ein sehr emotionaler Mensch ist, dann kann man so auch sehr erfolgreich Poker spielen. Man muss immer wissen, wie der Tisch über einen denkt, und wenn man seinen Gegnern diesbezüglich einen Schritt voraus ist, ist das viel wert.

Bei deinem WPT-Sieg im Juli in Las Vegas saßt du zusammen mit Phil Ivey am Final Table, der gemeinhin als der beste Spieler der Welt gilt. Wie war das für dich? Spürt man da so was wie Respekt oder Ehrfurcht oder lässt dich das völlig kalt?

Nee, das nun nicht. Er ist tatsächlich der beste der Welt und ich saß in dem Turnier auch schon vorher zehn, zwanzig Stunden direkt neben ihm. In dieser Zeit hatte ich aber das Gefühl, dass er auch mein Spiel respektiert und wir haben uns weitestgehend in Ruhe gelassen.

Fällt es dir schwer, dich nach solchen Erfolgen neu zu motivieren, wenn man mit knapp $900.000 aus Las Vegas nach Hause kommt, oder gibt das nur noch mehr Anreiz, sich so schnell wie möglich wieder an den Pokertisch zu setzen?

Das ist sehr unterschiedlich. Nach dem Sieg bei der WPT hab ich knapp ‘ne Woche erstmal gar nichts gemacht. Ich kam am Montag aus Las Vegas zurück – am Freitagabend hatte ich aber schon wieder tierisch Lust, zu spielen, und den Sonntag hab ich dann auch gleich mit elf Stunden komplett durchgezogen.

Du giltst als sehr höflicher und besonnner Spieler am Tisch – keine Selbstverständlichkeit. Wie gehst du mit Rüpeln und Besserwissern um?

Poker ist ein sehr egoistisches Spiel, weil jeder versucht, dem anderen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das zieht natürlich auch Leute an, mit denen man nicht unbedingt abends gemeinsam ein Bier trinken möchte. Auf der anderen Seite gibt es aber auch enorm viele junge Leute, die es spielen, nett sind, und der Teil überwiegt meiner Erfahrung nach auch. Um mich aus der Ruhe zu bringen, muss schon einiges passieren.

Überhaupt bedarf es als Profispieler einer ungeheuren mentalen Stärke: Stichwort „Varianz“. Woher nimmst du die Kraft?

Also ich mach weder Joga, noch autogenes Training, noch sonst irgendwas. Ich weiß es nicht genau. Ich war schon immer sehr Wettbewerbsorientiert, egal ob nun Fußball, Tennis oder Gesellschafts- und Kartenspiele mit Freunden oder der Familie. Wenn ich am Tisch sitze, bin ich einfach voll drin, kann mich über Stunden konzentrieren, merke gleichzeitig aber auch, wenn ich ein bisschen nachlasse und spiele dann eben einfach weniger Hände für den Moment, während andere das vielleicht gar nicht merken und sich so in schwierige Situationen manövrieren.

Peter Eastgate, der Gewinner des Main Events bei der „World Series Of Poker 2008“, hat vor einigen Wochen mit gerade einmal 23 Jahren seinen Rücktritt vom Poker bekannt gegeben. Wie steht’s mit dir: Kannst du dir vorstellen, dein Leben lang zu pokern oder möchtest du auch noch mal etwas Anderes machen?

Mein Leben lang nicht, die nächsten fünf Jahre, denke ich, aber auf jeden Fall noch. Mir macht es weiterhin enorm viel Spaß, es entstehen immer wieder neue Situationen, die man vorher so noch nicht hatte – das macht es unglaublich abwechslungsreich. Außerdem gibt es noch ein paar Varianten, die ich gern besser lernen würde, speziell im „Omaha“-Bereich. Was in zehn, zwanzig Jahren sein wird, kann ich aber noch nicht sagen.

Vielen Dank für das Gespräch!


(Interview geführt von Jan Kahl)

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World Poker Tour Legends of Poker – Phil Collins dreht voll auf

Jede Menge Live-Pokeraction bietet sich seit vergangenem Freitag auch im kalifornischen Bell Gardens bei der World Poker Tour Legends of Poker. Hierbei nahmen an den beiden Starttagen insgesamt 462 Pokerspieler aus aller Welt teil, unter anderem auch Profis wie Daniel Negreanu, Scott Seiver, Phil Hellmuth, Eric Baldwin oder Barry Greenstein. Nachdem sich ein großer Teil bereits an Tag 1 verabschieden musste, trat gestern vor allem ein Teilnehmer in Erscheinung: Phil Collins saß am gestrigen zweiten Turniertag mit großem Schlafmangel wegen einer Lebensmittelvergiftung und einer extrem schlechten Ausgangssituation – nur 13.000 Chips – am grünen Filz. Am Ende hatte er jedoch knapp 900.000 Chips inne und führt damit nun die verbliebenen 61 Teilnehmer des Events an.

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Phil Ivey fährt ins Umsatz-Tal

Der Donnerstag vergangener Woche schien kein allzu guter Tag für Phil Ivey zu sein. Der US-amerikanische Profi schied nämlich erst im Rahmen der Full Tilt Poker Merit Cyprus Classic auf Zypern aus dem High Roller-Event aus und legte dann unmittelbar danach eine verlustreiche Session an den virtuellen High Stakes-Tischen von Full Tilt Poker hin. Schuld an den 453.000-Dollar-Minus für Ivey war vor allem Ilari Sahamies alias “Ziigmund”, der bis gestern mit rund 513.000 Dollar der größte Gewinner war. Ebenfalls aufwärts ging es wieder für Tom Dwan, der in den letzten Tagen über 355.000 Dollar in 6.723 Händen Gewinn machte. Und auch Patrik Antonius schrieb wieder schwarze Zahlen: In 1.700 Händen erspielte er sich immerhin 163.000 US-Dollar.

Für Phil Ivey ist es jedoch nicht nur bei einem erfolglosen Wochenende geblieben: der US-Amerikaner verzeichnete auch in der Nacht zu Montag hohe negative Zahlen: In 832 Händen verlor der US-Profi 270.000 Dollar. Einzig Gus Hansen mit 372.000 US-Dollar Minus konnte das noch toppen – der Däne spielte jedoch auch 3.378 Hände! Am anderen Ende der Rangliste konnte sich dagegen Cole South freuen, der über 171.000 Dollar in 1.558 Händen gewann – ein gelungener Wocheneinstieg.

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PokerStars lässt Katja Thater warten

Bereits im Mai hatte die deutsche Pokerspielerin Katja Thater im extra veranstalteten Pokerturnier gegen Pokergrößen, wie Joe Hachem, Scott Clements und Alexander Kravchenko gesiegt und sich den “European Poker Tour Mixed Games Player Award” gesichert. Doch offenbar hatte es PokerStars nicht für nötig empfunden, die Auszeichnung dann auch recht bald zu übergeben. Und so ließ man die sympathische Deutsche warten, kündigte dann eine offizielle Ehrung am ersten Starttag der momentan stattfindenden EPT Tallinn an, verschob die Übergabe dann auf den zweiten Starttag, dann auf die am Abend darauf veranstaltete Players-Party und nachdem dieser Termin dann auch nicht eingehalten wurde, wurde Katja Thater dann endlich am dritten Turniertag vom Pokertisch in Tallinn “gezerrt” und ausgezeichnet. Im Übrigen schied die Deutsche dann kurze Zeit nach dem Vorfall auch vom Turnier aus.

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Drei Frauen mehr im “Women in Poker Hall of Fame”

Laut Presseberichten wurde nun vorab der eigentlichen Ehrung Anfang September die drei ausgezeichneten Pokerspielerinnen genannt, die sich nun im “Women in Poker Hall of Fame” wissen dürfen. Das dabei aktuell wohl bekannteste Gesicht gehört Jennifer Harman, die in ihrer bisherigen Karriere bereits in zwei WSOP-Turnieren siegen konnte und im Live-Poker längst einen Millionenbetrag kassiert hat. Noch mehr US-Dollar konnte dagegen die zweite ausgezeichnete Pokerspielerin in ihrer bisherigen Karriere gewinnen: Kathy Liebert hat 5,7 Millionen Dollar erspielt und ist damit die erfolgreichste Spielerin weltweit. Die Ehrenauszeichnung erhielt in diesem Jahr die bereits verstorbene Billy Brown, die unter anderem die California State Ladies Poker Championship gründete und auch als erste Veranstalterin einen Preispool garantierte.

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Liv Boeree verlässt Ultimate Bet

Schon bei der World Series of Poker 2010 hatte sich der Verdacht aufgetan, dass die englische Pokerspielerin Liv Boeree und ihr bisheriger Sponsor Ultimate Bet gebrochen seien, als nämlich die Engländerin nicht mehr mit einem Logo des Pokerunternehmens auf der Brust im Main-Event antrat. Nun hat Ultimate Bet das Spielerprofil von Boeree von der Homepage gelöscht, sodass die Siegerin der EPT San Remo 2010 sich nun augenscheinlich von ihrem Sponsor getrennt hat. Für die 26-jährige Engländerin, die in ihrer bisherigen Karriere etwa zwei Millionen Dollar hat gewinnen können, haben sich damit jedoch einige Türen geöffnet, zum Beispiel ein möglicher Vertrag mit den weitaus attraktiveren Unternehmen PokerStars oder Full Tilt Poker, die sicherlich an Boeree interessiert sein dürften.

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Phil Laak nach Unfall im Krankenhaus

Der aus Irland stammende Pokerprofi Phil Laak verunglückte am vergangenen Donnerstag schwer auf einer Quad-Tour, die er zusammen mit dem befreundeten professionellen Pokerspieler Antonio Esfandiari angetreten war. Anscheinend war Laak mit einem Baum kollidiert und erlitt dabei schwere Verletzungen: Mit insgesamt sieben Knochenbrüchen, mehreren Schürfverletzungen und einer Platzwunde am rechten Auge wurde der irische Pokerprofi ins Krankenhaus eingeliefert. In der Online-Community Twitter schrieb er kurz nach dem Unfall: “Es hätte schlimmer kommen können. Ich bin froh, noch an einem Stück zu sein.” Für Phil Laak scheint damit wohl der Höhepunkt seiner momentanen Abwärtsphase gekommen. So wurde erst Anfang Juni der von Laak aufgestellte Weltrekord im Dauer-Pokern nur zwei Wochen später von drei österreichischen Amateuren gebrochen. Und auch im Rahmen der diesjährigen WSOP 2010 hatte der Ire nicht allzu große Erfolge feiern können.

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Junger Student wird zum Poker Star

Der junge Student Antoine Saout aus der Bretagne bewies auf einem WSOP-Turnier in Las Vegas, dass Poker nicht nur den Leuten das Geld raubte, sondern ihnen auch viel Geld geben konnte. Der Ingenieurs-Student nahm voller Euphorie an dem Turnier teil, selbstverständlich hat er zu dem Zeitpunkt noch nicht gewusst, wie das Ereignis ausgehen würde. Daran geglaubt hat er vermutlich erst, als er mit anderen namhaften Spielern am Finaltisch saß und er hochkonzentriert zockte. Für ihn endete die Veranstaltung durchaus positiv, auch wenn er nicht den ersten Platz erreichte. Er gab sich schon mit dem dritten zufrieden und erhielt außerdem auch ein Preisgeld in Höhe von 3,5 Millionen Dollar.

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Der Online-Poker-Spieler und der Mord

Der ehemalige Online-Poker-Star Joran van der Sloot befindet sich zurzeit in einem Gefängnis in Südamerika. Der Spieler gilt als Hauptverdächtiger in zwei Mordfällen, welche ihm bisher jedoch nicht nachgewiesen werden konnten. Zum einen soll er Natalee Holloway auf Aruba umgebracht haben und als ihm die Spielerin Stephany Flores auf die Schliche kam, soll er auch diese aus dem Weg geräumt haben. Bisher wurden weder Leichen gefunden noch andere sichere Indizien, welche eine Verurteilung begründen würden. Dennoch ist seine Schuld kaum noch anzuzweifeln.

Dieser Tatsache nahm sich nun auch ein holländischer Regisseur an und verfilmte die Geschichte dieses Mannes. Der Film mit dem Titel “Me & Mr. Jones” beschäftigt sich mit dem Fall der Natalee Holloway. Die Hauptperson ist ein Journalist, welcher diesem Mordfall nachgeht. Der zweite Mord spielt in dem Film keine Rolle, doch in der Realität durchaus. Das Ereignis soll sich so abgespielt haben, dass die beiden Personen – Joran van der Sloot und Stephany Flores – in einem Hotelzimmer Online-Poker gespielt haben. Innerhalb des Chats soll der jetzige Gefängnisinsasse zwielichtige Kommentare geäußert haben, an denen Frau Flores ihn als den Mörder von Natalee Holloway erkannt hat. Diese Erkenntnis schien dem Mann nicht zu gefallen, weshalb er sie angeblich ebenfalls tötete.

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“durrrr-Challenge” neigt sich dem Ende

Die Zeit der ruhigen Stunden scheint nun endlich vorbei –sowohl innerhalb der Live-Poker-Welt, als auch im Online-Poker regen sich die Recken und spielen ihre Spiele. Auch Tom Dwan und Patrik Antonius spielen nun die laufende Challenge weiter. Am vergangenen Montag spielten die beiden erneut und Tom Dwan konnte einen weiteren Fortschritt verzeichnen. Nach einem kleinen Erfolgserlebnis von Patrik Antonius, durch welches er sein Comeback feierte, konnte nun “durrrr” wieder die Oberhand gewinnen.

Innerhalb der gesamten Challenge hat Patrik Antonius bereits ungefähr zwei Millionen Dollar verloren. Selbst wenn der zurückgekehrte Pokerstar sich sehr anstrengt, dann wird es dennoch schwer für ihn, innerhalb der verbleibenden 10.000 Hände, welche noch gespielt werden müssen, die Oberhand zu gewinnen. Nahezu alle Fans sind sich sicher: Antonius wird weitere 500.000 Dollar aufgrund seiner Niederlage an Dwan abgeben müssen. Weiterhin hoffen alle Beteiligten, dass Antonius seine Niederlage einsieht und die Veranstaltung vorzeitig abbricht, denn es warten bereits zahlreiche neue Herausforderer auf Tom “durrrr” Dwan.

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Der Absturz eines Pokerstars

Der ehemalige Pokerprofi Ron Fanelli aus New York war sehr lange Zeit weltweit für sein Geschick beim Poker bekannt, doch seit einigen Jahren scheint sein Leben nur noch abwärtszugehen. Der ehemalige Navy Offizier scheint nun seine gesamte Laufbahn mit einem Mord abzuschließen. Spieler wie Fanelli waren bei den Medien immer sehr beliebt, einerseits wegen ihre Könnens und ihrer Berühmtheit und weiterhin aufgrund der menschlichen Fehltritte, wie sie jeder durchlebt. Beispielsweise sorgten Fanellis Wutausbrüche am Spieltisch immer für ein sagenumwobenes Titelbild, auch wenn sie ihm letztlich verziehen wurden.

Das letzte Mal, als man noch von Fanellis großen Erfolgen sprach, war im Jahr 2004. Danach ging es langsam abwärts, im Jahr 2006 galt der ehemalige Pokerprofi als bankrott und musste sich Geld leihen. Im darauf folgenden Jahr begab sich der Mann nach Thailand, heiratete und wurde Vater. Diese Beziehung ging jedoch zu Bruch und Fanelli begann sich nur noch mit Drogen und Prostituierten zu beschäftigen. Nun steht er in Thailand vor Gericht, weil er die Prostituierte Wanphen Pienjai erstochen hat. Aufgrund seines Geständnisses wird er vermutlich den Rest seines Lebens im Gefängnis sitzen.

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The Doyle Brunson Ten Team – Kelly und Sands neu dabei

Die US-amerikanische Pokerikone Doyle Brunson hat sein persönliches Team erweitert. Der Neuzugang im “The Doyle Brunson Ten Team” ist Davis Sands, der nach seinem Jahressieg von 2,3 Millionen Dollar 2009 und seinem Auftritt bei der diesjährigen World Series of Poker den Platz verdient hat. Ebenfalls neu dabei ist Dan Kelly, der mit dem Sieg in Event 52 der World Series of Poker von sich überzeugen konnte und einen Platz im Team erhielt. Damit belegen die beiden neu hinzugekommenen Pokerspieler zwei weitere Plätze neben den schon bestehenden Mitgliedern Zachary Clark, Amit Makhija, Dani Stern, Chris Moorman, Alex Kamberis und Steve Gross. Wer die letzten beiden freien Verträge unter Doyle Brunson erhält, bleibt abzuwarten.

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Player of the Year 2010 – Kassela oder Mizrachi?

Eigentlich hatte sich Frank Kassela schon gefreut, als er nach seinem Doppelsieg und insgesamt fünf Money Finishes im Rahmen der diesjährigen World Series of Poker ganze 285 Punkte hatte “einsacken” können und damit die Spitzenposition in der Punktewertung innehatte. Jetzt scheint ihm jedoch Michael Mizrachi die Auszeichnung als “Player of the Year 2010″ streitig zu machen. Der US-Profi hat mit seiner Qualifikation für den Final-Table des Main-Events noch Chancen auf einen Turniersieg, der ihm weitere 100 Punkte einbringen würde. Mit seinen bereits 190 Punkten würde er dann auf gleicher Position wie Kassela landen, der im Main-Event nur cashen konnte, und damit nun 290 Punkte gesammelt hat. Im Übrigen ist nicht offiziell geregelt, wie bei gleichem Punktestand vorgegangen wird – eventuell wird dann das gewonnene Preisgeld verglichen, wobei Michael Mizrachi hierbei die besseren Karten hätte.

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Matusow verliert 2 Millionen Dollar-Wette

Kurz nach dem Start der diesjährigen World Series of Poker gingen die beiden Pokerprofis Mike Matusow und Ted Forrest eine Wette ein, deren Einsatz wohl schon Hinweis auf den damaligen Alkoholpegel der beiden Spieler sein dürfte. Ganze zwei Millionen Dollar standen auf dem Spiel und sollten Forrest zukommen, sofern er es bis zum Ende der WSOP schaffen sollte, von 94 Kilogramm auf 69,5 Kilogramm abzunehmen. Unglaublicherweise hat dieser die 50 Pfund nun tatsächlich abgespeckt – trotz des momentanen Pokerstresses in Las Vegas. Und so wurde der nun schlanke Ted Forrest um zwei Millionen Dollar bereichert, während Mike Matusow sich von seiner anfänglichen Überzeugung von der Utopie dieser Wette verabschieden musste.

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Peter Eastgate kündigt Pause an



Mit 22 Jahren gewann er das Main-Event der World Series of Poker 2008. Nun hat der dänische Pokerprofi Peter Eastgate seinen vorläufigen Rücktritt aus der Pokerszene angekündigt, kurz vor Beginn der 10.000 Dollar No Limit Hold’em Championship, die er vor zwei Jahren noch gewonnen hatte. Begründet wurde die Entscheidung des inzwischen 10,9 Millionen Dollar schweren Pokerspielers mit mangelnder Motivation für das Pokern und Fokussierung auf andere Lebensziele. Wie lange diese Poker-Pause des 24-Jährigen anhält, ist jedoch unklar – immerhin haben schon vor Eastgate einige Profis ihren Rücktritt bekannt gegeben, nur um kurze Zeit später wieder am grünen Filz aufzutauchen. Man denke da an Namen wie Gus Hansen oder Mike McDonald.

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Eine deutsche Pokerspielerin bei der WSOP



Es war ein kurzer Auftritt beim Main-Event für Charlotte Roche, die ihr Talent für das Kartenspiel offenbar als Gast bei Stefan Raabs TV Total Pokernacht entdeckte. Für die Skandal-Autorin schien es jedoch die Teilnahme am weltgrößten Pokerturnier zu sein, die zählt. Und eine realistische Einschätzung vom Spektakel schien sie sich im Vorfeld auch gemacht zu haben: “Der Startschuss ist wie ein Massaker. Jeder gegen jeden. Ein richtiger Todeskampf”, meinte sie in einem Interview vor dem Turnier.

Gewünscht hätten ihr den Sieg – oder zumindest die Qualifikation für Tag 2 – wohl alle. Die Zwischenbilanz zeigt: In den bisherigen 56 Events wurde noch kein einziges Bracelet an einen Deutschen vergeben. Dass jedoch Potenzial hinter den Landesvertretern in Las Vegas steckt, zeigt die Platzierung in der Nationenwertung für Deutschland: Platz fünf mit 117 Money Finishes.

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Die weibliche Vertretung im Poker Hall of Fame

Im Zuge der Emanzipation der Frauen, insbesondere im Poker, werden auch in diesem Jahr wieder zwei Spielerinnen in den Poker Hall of Fame eingehen. Nominiert sind für 2010 Betty Carey, die in den 80er-Jahren große Erfolge feiern konnte, Phyllis Caro, die heute “Director of Poker Operations” in Hollywood Park ist, die WSOP Tournament of Champions-Siegerin 2004 Annie Duke, die zweifache Bracelet-Gewinnerin Jennifer Harman sowie die 5,6 Millionen Dollar schwere Kathy Liebert sowie die weltweit höchst platzierteste Spielerin im Rahmen der World Poker Tour, J.J. Liu. Wer sich von den sieben nominierten Damen über die Auszeichnung freuen darf, wird am 3. September verkündet.

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Phil Laak bricht Weltrekord

Vor einigen Wochen meldeten Presseberichte ein spektakuläres Vorhaben, um den irischen Profi Phil Laak, der den Weltrekord im Dauer-Pokern brechen wolle. Und tatsächlich setzte sich dieser am vergangenen Mittwoch ins Bellagio Las Vegas, nur einige Kilometer von dem Austragungsort der World Series of Poker entfernt, und begann seine Endlos-Session. Bei diesem Rekordversuch musste Laak zwar nicht in PET-Flaschen urinieren, sondern er hatte jede Stunde immerhin fünf Minuten Pause, am Ende reichte es jedoch aus und der Weltrekord von Paul Zimbler, der ununterbrochen über 75 Stunden an den Pokertischen der World Series of Poker Europe 2009 verbracht hatte, wurde durch den irren Iren gebrochen: Vier Tage lang war Laak in einem Live-Stream zu beobachten, wie er über 100 Stunden am grünen Filz verbrachte.

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Antonius durch Gewinn der Mizrachis bereichert?

Wenn man den Gerüchten in Las Vegas Glauben schenken mag, so ist mit der doppelten Beteiligung der Mizrachi Brüder im Final-Table des zweiten Events, der 50.000 Dollar Player’s Championship, zugleich auch ein Gewinn für Patrik Antonius zu vermelden. Der “Größte High Stakes Gewinner 2009″ spielte bei diesem Event zwar mit, schaffte es jedoch nicht ins Geld, wohingegen Robert und Michael Mizrachi mit dem fünften und ersten Platz insgesamt 1,86 Millionen US-Dollar gewonnen haben. Laut dem Teilnehmer Eugene Todd hatte Antonius die beiden Spieler zuvor um 50 % des Buy-ins gesponsort, was im Übrigen nicht selten bei so hohen Einsätzen vorkommt, sodass Antonius nun um eine knappe Million Dollar reicher sein dürfte.

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Phil Ivey noch vor der WSOP im Rampenlicht

Kurz vor dem Start der 41. World Series of Poker gibt es viel Wirbel um den Poker-Allrounder Phil Ivey. Bereits am vergangenen Samstag wurde sein eigener Pokerroom im Aria Resort & Casino in Las Vegas feierlich eröffnet, wobei der Namensgeber im Auftaktturnier jedoch an die Rails geschickt wurde: Das 1 Million Dollar Freeroll-Turnier wurde unter anderem von Pokerikone Doyle Brunson, David Benyamine, Phil Laak, Jennifer Harman und Vanessa Rousso besucht, wobei es schließlich Chino Reem gelang, den “Hausherrn” von dem Tisch zu verbannen. Turniersieger und Gewinner von einer Viertel Million Dollar wurde am Ende dann jedoch Larry Linton, der daraufhin nochmals die Chance besaß, seinen Gewinn durch einen Sieg gegen Ivey im Heads-up zu verdoppeln. Diesmal zeigte der siebenfache Bracelet-Gewinner jedoch sein Können und schickte seinen Kontrahenten relativ schnell ins Aus.

Wie üblich bieten die großen Wettbüros der Welt außerdem auch im Vorhinein der diesjährigen World Series of Poker die Möglichkeit, auf die persönlichen Favoriten im Finale des Main-Events zu setzen. Phil Ivey hat, vermutlich durch seinen dominanten Auftritt im vergangenen Jahr, der ihm gleich zwei Bracelets bescherte, dabei die meisten Anhänger gefunden und bietet deshalb die schlechteste Quote. Etwas überraschend folgt direkt dahinter der Däne Gus Hansen, der bisher aber noch kein einziges Bracelet gewinnen konnte. Ebenfalls häufig gesetzt wurde außerdem auf den kanadischen Profi Daniel Negreanu, sowie auf Peter Eastgate, Phil Hellmuth, der bisher ganze elf Bracelets erlangte, und Patrik Antonius, der vermutlich wegen seines erfolgreichen Auftretens im Online-Poker so oft ausgewählt wurde.

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Phil Ivey’s Poker Room

Am vergangenen Samstag wurde feierlich ein neuer Pokerroom im Aria Resort & Casino, Las Vegas, eingeweiht, der allein dem Profi Phil Ivey gewidmet ist. Angelehnt an den berühmten Bobby’s Room im Casino Bellagio, wird auch in Phil Ivey’s Poker Room, der mit nur einem einzigen Tisch ausgestattet ist, mit höchsten Limits gespielt – so auch am vorgestrigen Eröffnungstag, als um eine Million US-Dollar gepokert wurde. Für den Namensgeber allerdings nur Peanuts, der US-amerikanische Pokerprofi hat allein an den High Stakes-Tischen von Full Tilt Poker bisher über 16,6 Millionen Dollar gewonnen, wobei ein zweistelliger Millionenbetrag auch in Live-Turnieren angenommen wird.

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Dwan und Townsend auf dem Weg talabwärts

Nach der Pleite im vergangenen Jahr, die vor allem dem Pokerphantom Isildur1 zuzuschreiben war, verliefen die Sessions in 2010 für Tom Dwan alias “durrrr” an den High Stakes-Tischen von Full Tilt Poker mehr als erfolgreich. Bis zuletzt galt er sogar als der größte High Stakes-Gewinner des bisherigen Jahres mit weitem Abstand zu seinen Verfolgern. Doch nur innerhalb von knapp zwei Wochen verlor Dwan über 3 Millionen US-Dollar. Doch damit sollte die Abfahrt noch kein Ende gefunden haben: Am Donnerstag vergangene Woche setzte der US-Amerikaner nochmals 576.000 Dollar in den Sand, sodass er seine Jahresbilanz insgesamt um 4 Millionen Dollar in nur drei Wochen hat reduzieren können. Das kostete ihn zwar bisher noch nicht die Führungsposition in der Jahresrangliste, doch der Abstand zu seinen Verfolgern hat sich stark verringert. Weitere so große Verluste kann sich Dwan auf keinen Fall mehr leisten.

Doch der Gastgeber der “durrrr”-Challenge ist nicht der einzige High Stakes-Profi, der momentan talabwärts fährt – am vergangenen Freitagabend verlor Brian Townsend in 2.166 Händen über 620.000 US-Dollar, unter anderem gegen seinen Landsmann David Oppenheim. Townsend, der sowieso als bisher größter Verlierer 2010 mit ungefähr 3 Millionen Dollar Minus gilt, hat damit die bis zu sechsstelligen Gewinne des vergangenen Monats wieder annulliert.

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TitanPoker stellt neues Team vor

Etwa ein Monat vor dem Start der World Series of Poker hat das Pokerunternehmen TitanPoker sein Team Titan 2010 vorgestellt. Als Kapitän der siebenstelligen Pokertruppe wurde dabei der kanadische Profi Sorel Mizzi benannt, der bisher in Live-Turnieren ungefähr 3,1 Millionen US-Dollar gewinnen konnte. Außerdem dabei ist der dänische Profi Jonas Klausen, der bereits im vergangenen Jahr knapp sein erstes WSOP-Bracelet verpasste, der Deutsche Marvin Rettenmaier aus Stuttgart, die beiden französischen Pokerspieler Florian Desgouttes und Yann Brosolo sowie der englische Profi Sam Trickett und Joel Benzinou aus Belgien. TitanPoker schickt damit ein sehr heterogenes Feld ins Rennen um die großen Preise der Pokerwelt 2010.

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Patrik Antonius fährt Achterbahn

Es war eine bisher aufregende Woche für die High Stakes-Spieler von Full Tilt Poker. Zumindest am Montag konnte so Patrik Antonius seine Jahresbilanz mit weiteren 268.000 US-Dollar Gewinn aufbessern, sodass er nun für 2010 sogar mit 48.000 Dollar im grünen Bereich steht – ein wichtiger Erfolg also für den schwedischen Profi, der im vergangenen Jahr immerhin der größte High-Stakes-Gewinner wurde. Gar nicht gut erging es zum Wochenstart dagegen Gus Hansen, der über 100.000 Dollar in den Sand steckte. Kritisch wird es allen voran jedoch für Tom Dwan, der erneut einen großen Verlust von 416.000 US-Dollar hinnehmen musste, sodass der US-Amerikaner in den vergangenen zwei Wochen über 3 Millionen Dollar verspielt hat! Des Schicksals zum Trotz führt Dwan weiterhin mit klarem Abstand die Jahresrangliste mit 4,31 Millionen Dollar Plus an, gefolgt von Di Dang mit 1,86 Millionen Dollar und Phil Ivey mit 1,73 Millionen Dollar Gewinn in 2010.

Der Dienstag wurde dann wieder von dänischer Seite dominiert: Gus Hansen erspielte sich in 1.150 Händen rund 290.000 US-Dollar, doch auch Pokerphantom Isildur1, um den es seit der Absage des PartyPoker Big Game IV im April ruhig geworden war, erzielte ein positives Ergebnis von immerhin 25.000 Dollar. Patrik Antonius dagegen vernichtete sein Jahresplus bereits von Dienstag auf Mittwoch wieder, indem er über 319.000 Dollar verlor. Bemüht, dieses Ergebnis wieder wett zu machen, hat Antonius jedoch in den vergangenen 24 Stunden wieder immerhin 117.000 Dollar Gewinn verzeichnen können – man merkt bereits: Es ist ein ständiges und ermüdendes Auf und Ab.

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FULLTILTPOKER.NET VERPFLICHTET ANNETTE OBRESTAD

Siegerin des Main Events der World Series of Poker Europe 2007 wird FullTiltPoker.net-Profi

München, 5. Mai 2010. FullTiltPoker.net, die kostenlose Online-Pokerschule, hat die
bekannte Pokerspielerin Annette Obrestad für das internationale Team aus
Profispielern verpflichtet. Obrestad, besser bekannt unter ihrem nickname
„Annette_15“, ist ein echtes Phänomen im Online-Poker und gehört zu den jüngsten
und erfolgreichsten Spielerinnen in der Geschichte des Poker. Darüber hinaus ist die
21-Jährige ein Star in der Live-Pokerszene und hat auf Turnieren weltweit bereits mehr
als drei Millionen US-Dollar gewonnen.

Annette Obrestad fing im wahrsten Sinne des Wortes bei Null an und baute sich aus
einem Gewinn von neun Dollar bei einem Freeroll-Turnier eine millionenschwere
Bankroll auf. Berühmt für ihren scharfen, aggressiven Stil und furchtlose Bluffs, gilt die
gebürtige Norwegerin als eine der besten Pokerturnierspielerinnen der Welt. Während
viele Online-Spieler Schwierigkeiten haben, wenn sie sich zum ersten Mal dem Live-
Poker widmen, verlief der Wechsel für Obrestad reibungslos. Bereits bei ihrer vierten
Live-Veranstaltung 2007 gewann sie das Main Event der World Series of Poker Europe
und wurde so die jüngste Bracelet-Gewinnerin in der Geschichte. Gleichzeitig erzielte
sie mehr als zwei Millionen US-Dollar, das bisher höchste Preisgeld das eine weibliche
Spielerin bis heute je gewonnen hat.

Mit starken Darbietungen bei verschiedenen EPT-Stationen, einer Final Table-
Teilnahme beim Main Event der Aussie Millions 2010, sowie einem 9. Platz bei der
Heads-Up Poker Championship 2010 bleibt Obrestad auch weiterhin eine große
Persönlichkeit am Tisch, wo immer sie auftaucht. In diesem Sommer wird sie in Las
Vegas an der World Series of Poker 2010 teilnehmen und versuchen, bei ihrer ersten
WSOP auf amerikanischem Boden zu dominieren.

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Annette Obrestad wechselt zu Full Tilt

Die Norwegerin Annette Obrestad hat sich längst in der europäischen Pokerszene etablieren können, gilt mit über 3 Millionen US-Dollar Turniergewinn zu den erfolgreichsten weiblichen Profis der Welt und hat mit ihren 21 Jahren nun auch den entscheidenden Schritt in die US-amerikanische Elite gewagt: Obrestad wird ab sofort – und damit auch bei der diesjährigen World Series of Poker – unter dem Giganten Full Tilt Poker spielen. Zwar kann die Norwegerin auf eine erfolgreiche Karriere, geprägt von zahlreichen Gewinnen bei der EPT, der Aussie Millions sowie der WSOP Europe, mit ihrem bisherigen Sponsor BetFair blicken, doch aus unbekannten Gründen zog Obrestad einen Wechsel zum US-Pokerriesen vor.

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“Big Game IV” ohne Isildur1 gestartet

Das höchst umworbene PartyPoker “Big Game IV” startete am Sonntag dann doch ohne Isildur1, der sich laut Tony G zuvor per SMS doch hatte entschuldigen lassen, sehr zum Ärger von dem Gastgeber Tony G und seinem Sponsor. Mit eindeutig weniger Aufsehen verfolgten dann die Pokerfans aus aller Welt den Auftakt am gestrigen Abend in London, wo Stars wie Phil Laak, Luke Schwarz, Tony G oder Neil Channing ihre Plätze einnahmen um 48 Stunden lang zu pokern. Bisher konnte sich vor allem Letzterer behaupten, der mit über 29.000 Britischen Pfund die Führung des Teilnehmerfelds inne hat. Die Meinungen der Beobachter gehen jedoch auseinander, was den Titel des Poker-Events betrifft: “Big” sind die Stacks nämlich eindeutig nicht.

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Cole South verliert im März über 3 Millionen Dollar

Die letzten Tage an den High Stakes-Tischen von Full Tilt Poker waren wieder actiongeladen. Bereits am Dienstag musste Cole South erneut einen Verlust von über 192.000 US-Dollar hinnehmen, sodass seine Monatsbilanz bei unglaublichen 3,12 Millionen Dollar Minus liegt. Noch Anfang März war er mit über 3,5 Millionen Dollar Anführer des Rangliste gewesen – der US-Amerikaner hatte in den letzten 25 Tagen jedoch nicht nur einmal Pech. Währenddessen konnte Ilari Sahamies in nur 910 Händen über 200.000 Dollar erspielen und auch für Gus Hansen und Tom Dwan warteten sechsstellige Gewinnsummen.

In den vergangenen 24 Stunden dominierte jedoch der Russe Alexander Kostritsin die High Stakes-Tische und so gewann dieser knapp 154.000 Dollar in seiner letzten Session. Und auch Di Dang alias “Urindanger” konnte sich über gewonnene 128.000 Dollar freuen. Tom “durrrr” Dwan musste dagegen ein Minus von über 137.000 Dollar hinnehmen.

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