Black Friday of Poker
Allen Pokerspielern in den Vereinigten Staaten ist dieser Ausdruck ein schmerzlicher Begriff. Für uns Europäer stellt sich manchmal die Frage, warum genau das eigentlich so ist und was wirklich passiert ist. Obwohl Poker förmlich ein Baustein von Las Vegas ist, ist Online Poker mit Geldeinsatz so wie in manchen Staaten Europas auch in den USA verboten.
Der 15. April 2011 ist der Tag, an dem das US-amerikanische Justizministerium die heile Welt vieler Pokerfans zerstörte. Die Regierung hatte schon unter Bush 2006 ein Gesetz durchgesetzt, den „Unlawful Internet Gambling Enforcement Act“, der dazu führte, dass viele Seiten in den USA kein Poker Online mehr anboten. Natürlich hatten es einige Mutige trotzdem gewagt Online Poker zu ermöglichen, doch auch sie wurden an besagtem 15. April in die Knie gezwungen. Die Organisatoren dieser Webseiten wurden angeklagt gegen das Gesetz von 2006 verstoßen zu haben. Die Besitzer der Seiten PokerStars, Full Tilt Poker und Absolute Poker/UB mussten sich geschlagen geben und nicht nur die Strafe annehmen, sondern auch ihre Seiten schließen.
Manche Amerikaner haben nicht einmal das Geld wieder bekommen, welches sie auf diesen Seiten in Chips umgetauscht hatten. Trotzdem gibt es noch einige Unbeirrbare, die mit bestimmten Codes das Gesetz umgehen und trotz aller Einschränkungen einen Weg gefunden haben Online Poker zu spielen und auch Geld einzusetzen. Während wir also ohne Probleme Angebote wie zum Beispiel den Betfair Poker Bonus annehmen und so unserem Lieblingsspiel Online nachgehen können, ist es in den USA eine Frage der Zeit und des Widerstandes der Regierung, bis auch dort Online Poker legalisiert wird.
Besonders frustrierend ist die Tatsache, dass die Regierung nicht erkennt, dass Online Poker eine sehr gute Möglichkeit wäre um der kränkelnden Wirtschaft zum Aufschwung zu verhelfen. Der Republikaner Joe Barton aus Texas verdeutlichte sogar, dass die Regierung durch die Legalisierung von Online Poker jährlich bis zu 3 Billionen Dollar Steuern einehmen könnte. Diese Summe ist nicht nur groß, sie entspricht auch der gesamten Summe, die die Webseiten als Strafe zahlen mussten, um für den Verstoß gegen das Gesetz zu büßen. Bartons Argument ist überzeugend und es würde vielen Pokerfans die Freiheit zugestehen ihrem Hobby nachzugehen.
