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Archive for Oktober, 2010

Superuser-Skandal: Tom Dwan entschädigt

Als im Jahr 2007 der Superuser-Skandal beim amerikanischen Pokeranbieter Ultimate Bet aufflog, war die Liste an Opfern lang, die Schadenssumme hoch: etwa 22 Millionen Dollar hatte der Fehler in der Software einiger Accounts an Schaden angerichtet. Einzelnen Spielern war es dabei möglich gewesen, die Hole Cards ihrer Kontrahenten zu sehen. Nun, nach drei Jahren, hat laut Pressemitteilungen auch Tom Dwan seine Entschädigung erhalten: 300.000 Dollar hatte der Profi damals am grünen Filz auf für ihn sehr verdächtige Art und Weise verloren.

Ähnlich erging es auch Pokerkollege Mike Matusow, der etwa 1,2 Millionen Dollar durch den Superuser-Skandal verlor. Er schrieb in seiner Autobiografie von der ironischen Szene, als er am Küchentisch seiner Mutter bei Ultimate Bet pokerte und sagte “Die spielen alle, als würden sie meine Hole Cards sehen!”

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Dan Harrington und Erik Seidel im Poker Hall of Fame

Obwohl die offizielle Preisvergabe erst Anfang November angesetzt ist, wurden schon jetzt im Vorfeld die beiden Auszeichnungen für den Poker Hall of Fame 2010 bekannt gegeben. Von den zehn nominierten Pokergrößen hat die Jury Dan Harrington und Erik Seidel zu den neuen Mitgliedern gekürt. Eine nachvollziehbare, wenn auch verwunderliche Entscheidung – befand sich unter den Nominierten ja auch Phil Ivey, der allgemeinhin als der momentan erfolgreichste Spieler der Welt anerkannt wird.

Der Pokerprofi Howard Lederer gab in seinem Blog jedoch zu bedenken: “Ich bin sicher, dass Phil froh darüber ist, dass die Juroren dieses Jahr die richtige Entscheidung getroffen haben [...] er ist überzeugt, dass seine Karriere gerade erst begonnen hat.” So dürfte wohl auch die Jury gedacht haben und nahm die wahrlich älteren Herrschaften aus der Pokerwelt in den Poker Hall of Fame auf.

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World Poker Tour Festa al Lago: Der Sieger ist …

Bereits am Sonntag vor einer Woche hatte im Casino Bellagio in Las Vegas der zweite Turniertag der World Poker Tour Festa al Lago sein Ende gefunden, sodass vor genau einer Woche schließlich Tag 3 ausgetragen wurde, unter anderem mit Vanessa Selbst, Daniel Negreanu und Annette Obrestad. Letztere hatte zwar mit Rang zwei im Chipcount eine vielversprechende Ausgangsposition, doch am Ende dieses Turniertages war sie dann ins Mittelfeld der 41 verbliebenen Teilnehmer gerückt, wohingegen Stephen O’Dwyer, gefolgt von Jeff Madsen, den Chiplead innehatte.

Das Blatt wendete sich jedoch dann am Montag, zum vierten Turniertag, als die norwegische Pokerspielerin wieder aufdrehte und am Ende über 2 Millionen Chips vorzeigen konnte und damit als Chipleaderin die letzten 13 Spieler des Turniers anführte. Ebenfalls noch mit von der Partie waren auch noch Allen Kessler und Jeff Madsen, als es dann am Dienstag in den vierten Tag ging: Skip Wilson, ein bisher eher unauffälliger Spieler, erwies sich plötzlich als Annette Obrestads größter Gegner, der ihr im Laufe des Tages sämtliche Chips abnahm und sie schließlich auf den 13. Platz eliminierte. Allerdings schafften auch ihre Profi-Kollegen Kessler und Madsen nicht den Sprung in die finale Runde, die von Randal Flowers angeführt wurde.

Obwohl dieser zu Beginn nur einen relativ kleinen Vorsprung zu seinem Verfolger Noah Schwartz hatte, dominierte er schnell den sechsköpfigen Final-Table, sodass er schließlich im Heads-up gegen Michael Benvenuti landete. Gegen die Übermacht Flowers hatte aber auch er keine Chance, sodass die beiden recht früh in der finalen Hand landeten, wobei Randal Flowers mit einem Pair siegte.

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WPT Festa al Lago bringt hohe Starpräsenz und Preisgelder

Während auf dem hiesigen Kontinent die nächste European Poker Tour in Wien noch auf sich warten lässt, wird in Las Vegas momentan die World Poker Tour Festa al Lago ausgetragen. Insgesamt 335 Teilnehmer wurden gezählt, was einen Preispool von über 3,2 Millionen US-Dollar einbrachte. Für einen besonders spektakulären Auftritt am zweiten Turniertag sorgten dabei die norwegische Pokerspielerin Annette Obrestad sowie der US-amerikanische Kollege Matt Affleck. Erstere hatte einen so guten Tag erwischt, dass sie schließlich sogar einen Kontrahenten mit Drei Sieben auf der Hand eliminieren konnte – das Board hatte die Straight für die Norwegerin gebracht. Matt Affleck machte es noch besser und beendete den Turniertag als Chipleader mit 585.000 Chips, dicht gefolgt von Obrestad. Ebenfalls noch im Rennen sind die Pokerprofis Jeff Madsen, Men Nguyen, Vladimir Schmelev, Barry Greenstein oder Vanessa Selbst.

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Gus Hansen im Siegesrausch

Genau vor einer Woche hatte der Däne Gus Hansen, der zuletzt bei der World Series of Poker Europe einen Turniersieg verzeichnen hatte können, in einer nächtlichen Session gegen Di Dang alias “Urindanger” 239.000 Dollar erspielen können. Tags darauf saß der dänische Pokerprofi wieder an den virtuellen High Stakes-Tischen von Full Tilt Poker und gewann erneut – diesmal vor allem gegen Ilari Sahamies alias “Ziigmund”, der im bisherigen Oktober sowieso nicht allzu oft mit Erfolgen glänzen konnte. Und so hatte Hansen am Ende ein Pkus von über 250.000 US-Dollar vorzuzeigen, während Sahamies einen Verlust von knapp 180.000 Dollar verdauen musste.

Für Letzteren ging das Verlieren im Übrigen gegen Mitte der vergangenen Woche weiter: in 598 Händen verlor “Ziigmund” weitere 200.000 Dollar; Gus Hansen erspielte sich dagegen am Freitag nochmals 18.000 Dollar. Eine gute Woche für den Dänen, eine Miserable für den Finnen.

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Poker-Europameisterschaft Baden: Galic scheitert im Heads-up

Zweifellos hatten die Veranstalter der Poker Europameisterschaft-Baden mehr erwartet als die 155 Teilnehmer der 4.000 Euro No Limit Hold’em-Meisterschaft. Doch immerhin gesellten sich am vergangenen Dienstag dann auch einige Profis zu der Pokerrunde um den EM-Titel, wie beispielsweise Alex Kravchenko, Markus Golser, Florian Langmann, Michael Keiner oder Markus Lehmann. Von ihnen schaffte es jedoch keiner in den zweiten Tag. Besser erging es Dragan Galic, der bereits nach dem ersten Tag den dritten Rang im Chipcount belegte und seine Position an Tag 2 weiter ausbauen konnte.

An diesem zweiten Turniertag wurde das Teilnehmerfeld bereits auf die letzten zehn Finalisten reduziert. Neben Chipleader Dragan Galic mit über 983.000 Chips schafften es jedoch auch zwei Deutsche an den Final-Table: Ismael Bojang hatte insgesamt 352.000 Chips sammeln können und damit eigentlich recht gute Chancen; ganz knapp war dagegen Heinz Kamutzki ins Finale eingezogen mit gerade einmal 60.000 Chips. Am Donnerstag landete er schließlich auf Rang sieben, sein Landsmann Bojang immerhin auf Platz vier. Im Kampf um den Einzug ins finale Heads-up lieferten sich schließlich Pokerprofi Dragan Galic, Mihai Manole und Markus Feurle einen spannenden Kampf, den Letzterer jedoch nach zahlreichen Händen verlor und sich damit mit der Bronzemedaille begnügen musste. Trotz der großartigen Leistung des in Deutschland lebenden Kroaten Galic reichte es am Ende jedoch auch nicht für ihn für den Turniersieg; Mihai Manole aus Rumänien freute sich dagegen über den Titel und die 161.000 Euro Preisgeld.

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Einschätzungen zum Poker Hall of Fame 2010

Nur noch ein paar Wochen, dann werden die beiden Preisträger des Poker Hall of Fame 2010 von der Jury bekannt gegeben. Am Wochenende meldete sich diesbezüglich Pokerikone Doyle Brunson in seinem Blog zu Wort, wobei er auf die Chancen der zehn Nominierten einging. Kritisch zeigte sich das US-Poker-Urgestein vor allem bei den beiden nominierten Damen, Linda Johnson und Jennifer Harman, die Brunson zwar als beste Spielerin der Welt benannte, jedoch noch nicht der Aufnahme in den Poker Hall of Fame wert erachtete. Und auch Chris Ferguson und Scotty Nguyen wurden von Brunson als weniger geeignet für eine Auszeichnung eingestuft. Vielmehr fokussierte sich der Pokerprofi auf Phil Ivey, Barry Greenstein und Erik Seidel, den Doyle Brunson explizit favorisierte. Wie dem auch sei – am siebten November wird sich zeigen, inwiefern der Pokerprofi mit seinen Einschätzungen recht hatte.

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Tom Dwan im Online-Erfolgsrausch

An den High Stakes-Tischen von Full Tilt Poker konnte in der vergangenen Woche vor allem Tom Dwan seine Erfolge feiern. Anfang letzter Woche kassierte dieser nämlich gegen den Finnen Ilari Sahamies alias “Ziigmund” sowie gegen das Pokerphantom “Isildur1″ insgesamt rund 1,5 Millionen US-Dollar. Zwar musste Dwan eine Revanche gegen Sahamies einige Tage später hinnehmen, bei der er immerhin 400.000 Dollar verlor, dafür ging es parallel im Rahmen der zweiten Ausgabe der “durrrr”-Challenge aufwärts: Hatte bisher der Herausforderer Daniel Cates alias “jungleman12″ dominiert, so konnte Dwan in der Kurz-Session am letzten Mittwoch endlich mit einer positiven Bilanz aus dem Duell hervorgehen: 32.000 Dollar erspielte sich der Challenge-Begründer in 258 Händen gegen Cates. Eine mehr als akzeptable Woche also für den jungen US-Profi.

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Die Final-Table der EPT London 2010

Es war eine Woche, die fast alles bot – von zwei Final-Tables der European Poker Tour London bis hin zur nahezu üblichen Spannung an den virtuellen Pokertischen von Full Tilt Poker. Nachdem vor exakt einer Woche der Vorschlusstag des Main-Events der EPT London die acht Finalisten ergeben hatte, ging es am vergangenen Dienstag dann in die letzte Runde, unter anderem mit John Juanda und Tom Marchese. Letzterer musste sich jedoch direkt nach Per Ummer verabschieden und auch Fernando Brito, Kayvan Payman und Artur Wasek hatten kein Glück und schieden vorzeitig aus.

John Juanda zeigte dagegen eine solide Leistung und konnte einige seiner Kontrahenten an die Rails befördern – so auch den Dritten im Bunde, nämlich Kyle Bowker, der gegen den US-Profi im Kampf um den Einzug ins finale Heads-up landete, am Ende jedoch an einem Flush scheiterte. Und so landete Juanda mit einem großen Vorsprung im Duell gegen David Vamplew. Dieses endete schließlich in folgender Hand: Juanda setzte mit König Zwei gegen Ass Drei von Vamplew all-in; das Board brachte Drei Ass Zehn Neun Sechs und damit den Sieg für den britischen Spieler, der 900.000 Britische Pfund kassierte.

Bei dem parallel stattfindenden High Roller-Event der EPT London gab es daneben auch noch eine deutsche Beteiligung: Fabian Quoss landete als Dritter im Chipcount im Finale, das bis dato jedoch von Profi Vanessa Selbst angeführt wurde. Der deutsche Vertreter hatte jedoch am Dienstag kein Glück, ebenso wie die Chipleaderin: Quoss landete auf Rang fünf, Selbst musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Durchsetzungsvermögen bewies letztendlich dagegen der Argentinier Nacho Barbero, der sich den Sieg und die 556.000 Pfund Siegerprämie holte.

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Rote Zahlen für die High Stakes-Profis

Mit dem Freitag begann der Oktober und das schien für einige Online-Pokerspieler Grund genug, sich wieder an die High Stakes-Tische von Full Tilt Poker zu begeben. Erfolgreichster Spieler war im bisherigen Monat “skjervoy” mit über 220.000 Dollar Plus und auch Daniel Cates alias “jungleman12″ hatte bis gestern immerhin einen Gewinn von 96.000 Dollar. Die restlichen Profis sammeln sich dagegen am anderen Ende der Rangliste, allen voran “Isildur1″, der sich nach langer Zeit mal wieder an den virtuellen Tischen blicken ließ und zugleich 147.000 Dollar in den Sand setzte. Ebenfalls im Minus landeten Gus Hansen mit 108.000 Dollar, Patrik Antonius mit 99.000 Dollar, Tom “durrrr” Dwan mit 61.000 Dollar und Ilari Sahamies alias “Ziigmund” mit 29.000 Dollar in roten Lettern. Kein guter Start also für die Online-Profis.

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European Poker Tour London – Die Deutschen fahren Achterbahn

Kaum war die World Series of Poker Europe beendet, ging es am vergangenen Mittwoch in London zugleich mit der European Poker Tour weiter. Fast 340 Spieler waren an Tag 1A anwesend und leisteten den Buy-in von 5.325 Britischen Pfund, unter anderem auch Chad Brown, Sorel Mizzi, Jeff Madsen und Vanessa Selbst, die sich jedoch allesamt schon am Starttag verabschieden durften. Besser sah es dagegen für die deutschen Spieler vor Ort aus, die mit Konstantin Bücherl auf Rang zwei des Chipcounts sowie Benjamin Spindler, Jörg Niepenberg und Jan Heitmann im vorderen Mittelfeld gut vertreten waren. Nicht ganz so erfolgreich waren die Deutschen an Tag 1B, an dem nochmals 509 Teilnehmer gezählt wurden – ein neuer Teilnehmerrekord in der britischen Hauptstadt. Mit Sandra Naujoks, Florian Langmann, Sebastian Ruthenberg, Boris Becker und Moritz Kranich schafften es jedoch ebenfalls die Profis in den zweiten Turniertag.

Von den 24 deutschen Spielern, die sich unter die 381 Qualifikanten des zweiten Tages hatten mischen können, blieben am Freitag jedoch nicht viele am grünen Filz: Immerhin Benjamin Spindler konnte sich am Ende mit 622.000 Chips auf den vierten Rang des Chipcounts platzieren und auch Peyman Lüth und Konstantin Bücherl landeten weit vorne – ebenso auch Phil Ivey, Daniel Negreanu, Alex Kravchenko oder Arnaud Mattern. Das änderte sich jedoch am Samstag mit dem dritten Turniertag: 124 Spieler waren zu Beginn mit von der Partie, am Ende waren es dann nur noch 24 Verbliebene – und kein einziger Deutscher. Mit John Juanda, Tom Marchese, Joe Hachem und Chad Brown schafften es jedoch immerhin ein paar Pokergrößen in den Vorschlusstag.

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James Bord gewinnt World Series of Poker Europe

Es war eine spannende Woche in London, begonnen mit dem Vorschlusstag der World Series of Poker Europe 2010 vor einer Woche: Insgesamt 22 Spieler hatten es in den vierten Turniertag geschafft, unter anderem auch Phil Ivey, Arnaud Mattern und Viktor Blom. Von ihnen schaffte es jedoch keiner ins Finale, das am Ende des Turniertages von Dan Fleyshman mit 1,95 Millionen Chips angeführt werden sollte. Der britische Profi und Favorit Roland de Wolfe hatte sich zwar für den Final-Table qualifizieren können, musste sich letztendlich jedoch mit dem vierten Platz begnügen, nachdem er mit König Dame an Ass Acht gescheitert war. Besser erging es James Bord und Fabrizio Baldessari, die im Heads-up landeten und mehrere Stunden um den Turniersieg kämpften. In der letzten Hand landeten der Italiener und der Engländer mit einem Paar Fünfer und einem Paar Zehner im All-in; das Board brachte Neun Neun Acht Bube Ass und James Bord wurde Bracelet-Gewinner und um 830.000 Britische Pfund reicher.

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